Jostein Gundersen

unterrichtet seit 2011 an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig das Fach historische Improvisation und war schon in den vergangenen Editionen des Leipziger Improvisationsfestivals mehrfacher Workshopdozent und Sessionmaster. Neben seiner Tätigkeit in Leipzig leitet er eine Blockflötenklasse an der Grieg-Akademie in seiner norwegischen Heimatstadt Bergen. Dort graduierte er 2009 im Norwegian Programme for artistic research (äquivalent zum akademischen PhD) als erster Künstler mit dem Fokus auf Alter Musik.

Sietze de Vries (Groningen)

Sietze de Vries ist international als Konzertorganist und Kirchenmusiker tätig. Seine Orgelausbildung erfuhr er u. a. durch Wim van Beek und Jos van der Kooy. Bei letztgenanntem Lehrer studierte er auch Improvisation, genau wie bei dem berühmtem Jan Jongepier. Neben seinen Bacherlor- und Masterabschlüssen besitzt er auch die Befähigungsbescheinigung I für Kirchenmusik und die Auszeichnung in Improvisation. Während und nach seinem Studium an den Konservatorien von Groningen und Den Haag machte er sich einen Namen, indem er nicht weniger als 15 Preise bei verschiedenen Orgelwettbewerben gewann. Ein abschließender Höhepunkt dieser Periode war das Gewinnen des Internationalen Improvisationswettbewerbes zu Haarlem im Jahre 2002.Im neuen Jahrtausend erfuhr die Karriere von Sietze de Vries auch international einen hohen Aufschwung: Er konzertiert mittlerweile in vielen europäischen Ländern, aber auch in den Vereinigten Staaten, Kanada, Russland und Australien. Als (Improvisations-)Dozent ist er international viel gefragt und auch dem Prins Claus Conservatorium zu Groningen verbunden. Als Organist ist Sietze de Vries an der Martinikerk zu Groningen tätig. Als künstlerischer Leiter des Orgel Educatie Centrum Groningen wirbt er für den historischen Orgelbesitz der Provinz mit der Petruskerk zu Leens als Ausgangsbasis.

Neben seiner Tätigkeit als konzertierender und unterrichtender Organist ist Sietze de Vries international aktiv als Exkursionsleiter, hält Vorträge und Meisterkurse und macht spezielle Kinderprogramme rund um die Orgel. Sein Engagement bei der Förderung von jungen Talenten wird auch aus der Tatsache deutlich, dass er der feste Begleiter des bekannten Roder Jongenskoor, der Roden Girl Choristers und des Kampen Boys Choir ist. Artikel aus seiner Hand über Kirchenmusik, Orgelbau und Improvisation erscheinen regelmäßig in verschiedenen internationalen Zeitschriften. Als Redakteur für Orgelbau ist Sietze de Vries für die Fachzeitschrift „Het Orgel“ tätig.

Gregor Meyer (Leipzig)

Als Leiter des Gewandhauschores arbeitet er eng mit renommierten Dirigenten zusammen: darunter Alan Gilbert, Trevor Pinnock, Kent Nagano, Andrew Manze, John Eliot Gardiner, Dennis Russel Davies, sowie Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly und Andris Nelsons. Darüber hinaus konzipiert er regelmäßig innovative Programme, die nicht selten die Grenzen des klassischen Konzertrepertoires und Formates überschreiten. So entstanden beispielsweise »A Tribute to Ray Charles« (als Gast: Nils Landgren), »Volkslieder von Friedrich Silcher im Neuen Gewand« (mit L’art de passage), die soziokulturellen Projekte »Schlachtfeld der Seele« mit Bundeswehrsoldaten und »Der Stumme Krieg« mit Überlebenden des Zweiten Weltkriegs, Bachs »Markuspassion« mit barrierefreiem Zugang für Gehörlose oder die musikalisch-literarischen Programme »Apokalypse« sowie »Die Leiden des jungen Brahms« mit Katharina Thalbach und Anna Thalbach.Gregor Meyer leitete über 18 Jahre das von ihm gegründete Vocalconsort Leipzig, rief 2011 die Solistenformation Opella Musica ins Leben und pflegt seit 2014 mit dem Ensemble 1684 verstärkt das Repertoire von Johann Rosenmüller. Zudem verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit dem historisch orientierten Orchester camerata lipsiensis. Im Fokus seines Schaffens steht zudem die Wiederentdeckung des Komponisten Johann Kuhnau mit einer Gesamteinspielung seiner Kantaten bis 2021. Gregor Meyer stammt aus dem Erzgebirge und besuchte das Zwickauer Clara-Wieck-Gymnasium mit vertiefter musischer Ausbildung. Er studierte Kirchenmusik und Chorleitung in Leipzig. 

Ensemble 1684 (Leipzig)

Das von Markus Berger und dem Leiter des Leipziger GewandhausChores Gregor Meyer gegründete und von letzterem künstlerisch geleitete Ensemble 1684 widmet sich vorrangig der Pflege vorbachischer Barockmusik. Im Zentrum stehen dabei mitteldeutsche Komponisten, deren Werke seltener aufgeführt werden oder ganz in Vergessenheit geraten sind. Den aktuellen  Schwerpunkt bildet das Œuvre Johann Rosenmüllers, der das zweite Drittel des 17. Jahrhunderts musikalisch wie kaum ein Zweiter geprägt hat. Insbesondere zu Rosenmüller entfaltet das Ensemble auch eine rege Forschungs- und Editionstätigkeit; die meisten der aufgeführten Werke werden aus (handschriftlichen) Quellen für die Programme neu aufbereitet und teilweise auch rekonstruiert. Die Künstler des Ensemble 1684 verstehen sich zudem als barockmusikalische Botschafter. Regelmäßig werden Kooperationsprojekte mit Kantoreien und (musik-)schulischen Ensembles initiiert sowie niederschwellige Konzertformate etabliert, um möglichst vielen Menschen den Reichtum mitteldeutscher Barockmusik nahezubringen.

Mehrere begeistert aufgenommene Konzertreihen führten das junge Ensemble in den vergangenen Jahren durch Deutschland, Polen und Italien. Im Jahr 2017 trat das Ensemble europaweit in bedeutenden Reihen und Festivals auf, wie z.B. Leipziger Bachfest, Heinrich Schütz Musikfest, Pegnitzer Sommerkonzerte, musica sacra Linz u.a. Im August 2017 ehrte das Ensemble 1684 den 400. Geburtstag Johann Rosenmüllers mit einem Festkonzert in seiner Geburtsstadt Oelsnitz/Vogtland. Die Debüt-CD mit einem Querschnitt durch das Schaffen Rosenmüllers erschien Ende 2017.

Paolo Pandolfo (Basel)

Heute einer der Stars der Europäischen Alte-Musik-Szene, studierte er zunächst am Konservatorium in Rom. Bereits während dieser Zeit begann er, sich intensiv mit Renaissance- und Barockmusik zu befassen und gründete zusammen mit dem Violinisten Enrico Gatti und dem Cembalisten Rinaldo Alessandrini das Ensemble La Stravaganza. 1981 setzte er sein Studium an der Schola Cantorum Basiliensis bei Jordi Savall fort, mit dessen Ensemble Hesperion XX er von 1982 bis 1990 in der ganzen Welt auftrat. Seit 1990, nach seinem ersten großen solistischen Plattenerfolg mit C. P. E. Bachs Gambensonaten, lehrt Pandolfo selbst als Professor für Viola da Gamba an der Schola Cantorum Basiliensis. Neben seiner Lehrtätigkeit tritt er weltweit mit Stars der Alten Musik wie Rolf Lislevand, Michael Chance, Mitzi Meyerson, Guido Morini, Emma Kirkby, Thomas Boysen und Miguel Moren auf. Seit 1992 leitet er Labyrinto, eine Instrumentalgruppe, die sich dem Repertoire für Gambenconsorts widmet. Seine Konzerttätigkeit als Solist und mit Labyrinto führte Pandolfo u.a. nach Italien, Frankreich, Deutschland (Berliner Philharmonie), Japan, Korea, England (Whigmore Hall) und in die USA. Bei seinen Auftritt wird Paolo Pandolfo von Publikum und Presse gleichermaßen gefeiert. So nannte ihn der American Record Guide schon 1997 einen der bedeutendsten Gambenspieler seiner Generation, für Gramophone ist er einer der brillantesten und poetischsten Gambisten unserer Zeit, und der Boston Globe sieht in ihm den „Yo-Yo Ma der Gambe“. Seine Zahlreichen Aufnahmen (u. a. bei Astrée, Emi, Philips, Erato, Harmonia Mundi) wurden vielfach ausgezeichnet. Zurzeit gilt sein besonderes Interesse Improvisationskonzerten. 2006 erschien mit Thomas Boysen und weiteren Mitwirkenden die CD Paolo Pandolfo improvisando.

Leipzig Anno 1684: Eröffnungskonzert

Das Eröffnungskonzert widmet sich neben Heinrich Schütz und dem Leipziger Komponisten Johann Rosenmüller auch der höchst virtuosen Diminutionskunst auf der Viola bastarda zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Star-Gambist Paolo Pandolfo wird, begleitet von Martin Erhardt (Cembalo/Orgel), mit dem Vokalklang des Ensemble 1684 (Leitung: Gregor Meyer) in einen fruchtbaren Dialog treten.

Donnerstag, 19. September – 20:00

historischer Speisesaal im Hauptbahnhof

Eintritt 15 € / ermäßig 10 €

Ensemble 1684 (Leipzig)

Das von Markus Berger und dem Leiter des Leipziger GewandhausChores Gregor Meyer gegründete und von letzterem künstlerisch geleitete Ensemble 1684 widmet sich vorrangig der Pflege vorbachischer Barockmusik. Im Zentrum stehen dabei mitteldeutsche Komponisten, deren Werke seltener aufgeführt werden oder ganz in Vergessenheit geraten sind. Den aktuellen  Schwerpunkt bildet das Œuvre Johann Rosenmüllers, der das zweite Drittel des 17. Jahrhunderts musikalisch wie kaum ein Zweiter geprägt hat. Insbesondere zu Rosenmüller entfaltet das Ensemble auch eine rege Forschungs- und Editionstätigkeit; die meisten der aufgeführten Werke werden aus (handschriftlichen) Quellen für die Programme neu aufbereitet und teilweise auch rekonstruiert. Die Künstler des Ensemble 1684 verstehen sich zudem als barockmusikalische Botschafter. Regelmäßig werden Kooperationsprojekte mit Kantoreien und (musik-)schulischen Ensembles initiiert sowie niederschwellige Konzertformate etabliert, um möglichst vielen Menschen den Reichtum mitteldeutscher Barockmusik nahezubringen. Mehrere begeistert aufgenommene Konzertreihen führten das junge Ensemble in den vergangenen Jahren durch Deutschland, Polen und Italien. Im Jahr 2017 trat das Ensemble…

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Gregor Meyer (Leipzig)

Als Leiter des Gewandhauschores arbeitet er eng mit renommierten Dirigenten zusammen: darunter Alan Gilbert, Trevor Pinnock, Kent Nagano, Andrew Manze, John Eliot Gardiner, Dennis Russel Davies, sowie Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly und Andris Nelsons. Darüber hinaus konzipiert er regelmäßig innovative Programme, die nicht selten die Grenzen des klassischen Konzertrepertoires und Formates überschreiten. So entstanden beispielsweise »A Tribute to Ray Charles« (als Gast: Nils Landgren), »Volkslieder von Friedrich Silcher im Neuen Gewand« (mit L’art de passage), die soziokulturellen Projekte »Schlachtfeld der Seele« mit Bundeswehrsoldaten und »Der Stumme Krieg« mit Überlebenden des Zweiten Weltkriegs, Bachs »Markuspassion« mit barrierefreiem Zugang für Gehörlose oder die musikalisch-literarischen Programme »Apokalypse« sowie »Die Leiden des jungen Brahms« mit Katharina Thalbach und Anna Thalbach.Gregor Meyer leitete über 18 Jahre das von ihm gegründete Vocalconsort Leipzig, rief 2011 die Solistenformation Opella Musica ins Leben und pflegt seit 2014 mit dem Ensemble 1684 verstärkt das Repertoire von Johann Rosenmüller. Zudem…

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Paolo Pandolfo (Basel)

Heute einer der Stars der Europäischen Alte-Musik-Szene, studierte er zunächst am Konservatorium in Rom. Bereits während dieser Zeit begann er, sich intensiv mit Renaissance- und Barockmusik zu befassen und gründete zusammen mit dem Violinisten Enrico Gatti und dem Cembalisten Rinaldo Alessandrini das Ensemble La Stravaganza. 1981 setzte er sein Studium an der Schola Cantorum Basiliensis bei Jordi Savall fort, mit dessen Ensemble Hesperion XX er von 1982 bis 1990 in der ganzen Welt auftrat. Seit 1990, nach seinem ersten großen solistischen Plattenerfolg mit C. P. E. Bachs Gambensonaten, lehrt Pandolfo selbst als Professor für Viola da Gamba an der Schola Cantorum Basiliensis. Neben seiner Lehrtätigkeit tritt er weltweit mit Stars der Alten Musik wie Rolf Lislevand, Michael Chance, Mitzi Meyerson, Guido Morini, Emma Kirkby, Thomas Boysen und Miguel Moren auf. Seit 1992 leitet er Labyrinto, eine Instrumentalgruppe, die sich dem Repertoire für Gambenconsorts widmet. Seine Konzerttätigkeit als Solist und mit Labyrinto führte Pandolfo…

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Workshops Freitag

Freitag, 20. September
10:00–12:30 und 13:30–16:00

Hochschule für Musik und Theater, Dittrichring 21

Teilnahmegebühr: 40 € / ermäßigt 25 €

  • Tasteninstrumente: Sietze de Vries (NL)
  • alle Instrumente 415 Hz: Jostein Gundersen (N)
  • alle Instrumente 440 Hz: N.N.
  • Vokal: Niels Berentsen (NL)

Die Teilnehmer finden sich kurz vor 10 Uhr in der Festivalzentrale (Raum 110) ein, und können dann wählen, welches Thema / welchen Dozenten sie besuchen. Ein Wechsel der Gruppe während die Kurse schon laufen ist nicht mehr möglich.


Workshops Samstag

Samstag, 21. September
10:00–12:30 und 13:30–16:00

Hochschule für Musik und Theater, Dittrichring 21

Teilnahmegebühr: 40 € / ermäßigt 25 €

  • Tasteninstrumente: Jan Katzschke (D)
  • alle Instrumente 415 Hz: N.N.
  • alle Instrumente 440 Hz:Matthieu Camilleri (F)
  • Vokal: Sven Schwannberger (D)
  • für Kinder & Jugendliche, ca. 11–18 Jahre, alle Instrumente: Michael Spiecker (D)
  • Tanz: Mareike Greb (D), Bernd Niedecken (D)

Die Teilnehmer finden sich kurz vor 10 Uhr in der Festivalzentrale (Raum 110) ein, und können dann wählen, welches Thema / welchen Dozenten sie besuchen. Ein Wechsel der Gruppe während die Kurse schon laufen ist nicht mehr möglich.

Der Tanzworkshop am Samstag ist die Vorbereitung auf den Auftritt beim abendlichen Tanzball. Er richtet sich an versierte Tänzer mit gutem Gedächtnis für Choreographien, die die Figuren der englischen Countrydances „im Schlaf“ beherrschen. Dafür ist dieser Kurs gratis! Die Tanzmeister behalten sich vor, über die Teilnahme Interessierter zu entscheiden.

The dance workshop on Saturday is geared towards experienced dancers who can master the figures of the english Country dances “in one’s sleep”, and who are willing to perform at the dance ball on Saturday evening. There is no fee for this workshop. Participation is subject to approval by the dance teachers.

Auch 2019 bieten wir einen Improvisationsworkshop für Kinder & Jugendliche von ca. 11-18 Jahren an. Wer schon seit ein paar Jahren ein Instrument lernt und gerne mit anderen zusammen Musik ohne Noten machen möchte, ist hier genau richtig! Spezielleres Vorwissen müsst ihr nicht mitbringen.