Leipzig Anno 1684: Eröffnungskonzert

Das Eröffnungskonzert widmet sich Heinrich Schütz und Johann Rosenmüller. Star-Gambist Paolo Pandolfo wird mit seinen Improvisationen den Vokalklang des Ensemble 1684 (Leitung: Gregor Meyer) krönen.

Donnerstag, 19. September – 20:00

historischer Speisesaal im Hauptbahnhof

Eintritt 15 € / ermäßig 10 €

Ensemble 1684 (Leipzig)

Das von Markus Berger und dem Leiter des Leipziger GewandhausChores Gregor Meyer gegründete und von letzterem künstlerisch geleitete Ensemble 1684 widmet sich vorrangig der Pflege vorbachischer Barockmusik. Im Zentrum stehen dabei mitteldeutsche Komponisten, deren Werke seltener aufgeführt werden oder ganz in Vergessenheit geraten sind. Den aktuellen  Schwerpunkt bildet das Œuvre Johann Rosenmüllers, der das zweite Drittel des 17. Jahrhunderts musikalisch wie kaum ein Zweiter geprägt hat. Insbesondere zu Rosenmüller entfaltet das Ensemble auch eine rege Forschungs- und Editionstätigkeit; die meisten der aufgeführten Werke werden aus (handschriftlichen) Quellen für die Programme neu aufbereitet und teilweise auch rekonstruiert. Die Künstler des Ensemble 1684 verstehen sich zudem als barockmusikalische Botschafter. Regelmäßig werden Kooperationsprojekte mit Kantoreien und (musik-)schulischen Ensembles initiiert sowie niederschwellige Konzertformate etabliert, um möglichst vielen Menschen den Reichtum mitteldeutscher Barockmusik nahezubringen. Mehrere begeistert aufgenommene Konzertreihen führten das junge Ensemble in den vergangenen Jahren durch Deutschland, Polen und Italien. Im Jahr 2017 trat das Ensemble…

Mehr erfahren Ensemble 1684 (Leipzig)

Gregor Meyer (Leipzig)

Als Leiter des Gewandhauschores arbeitet er eng mit renommierten Dirigenten zusammen: darunter Alan Gilbert, Trevor Pinnock, Kent Nagano, Andrew Manze, John Eliot Gardiner, Dennis Russel Davies, sowie Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly und Andris Nelsons. Darüber hinaus konzipiert er regelmäßig innovative Programme, die nicht selten die Grenzen des klassischen Konzertrepertoires und Formates überschreiten. So entstanden beispielsweise »A Tribute to Ray Charles« (als Gast: Nils Landgren), »Volkslieder von Friedrich Silcher im Neuen Gewand« (mit L’art de passage), die soziokulturellen Projekte »Schlachtfeld der Seele« mit Bundeswehrsoldaten und »Der Stumme Krieg« mit Überlebenden des Zweiten Weltkriegs, Bachs »Markuspassion« mit barrierefreiem Zugang für Gehörlose oder die musikalisch-literarischen Programme »Apokalypse« sowie »Die Leiden des jungen Brahms« mit Katharina Thalbach und Anna Thalbach.Gregor Meyer leitete über 18 Jahre das von ihm gegründete Vocalconsort Leipzig, rief 2011 die Solistenformation Opella Musica ins Leben und pflegt seit 2014 mit dem Ensemble 1684 verstärkt das Repertoire von Johann Rosenmüller. Zudem…

Mehr erfahren Gregor Meyer (Leipzig)

Paolo Pandolfo (Basel)

Heute einer der Stars der Europäischen Alte-Musik-Szene, studierte er zunächst am Konservatorium in Rom. Bereits während dieser Zeit begann er, sich intensiv mit Renaissance- und Barockmusik zu befassen und gründete zusammen mit dem Violinisten Enrico Gatti und dem Cembalisten Rinaldo Alessandrini das Ensemble La Stravaganza. 1981 setzte er sein Studium an der Schola Cantorum Basiliensis bei Jordi Savall fort, mit dessen Ensemble Hesperion XX er von 1982 bis 1990 in der ganzen Welt auftrat. Seit 1990, nach seinem ersten großen solistischen Plattenerfolg mit C. P. E. Bachs Gambensonaten, lehrt Pandolfo selbst als Professor für Viola da Gamba an der Schola Cantorum Basiliensis. Neben seiner Lehrtätigkeit tritt er weltweit mit Stars der Alten Musik wie Rolf Lislevand, Michael Chance, Mitzi Meyerson, Guido Morini, Emma Kirkby, Thomas Boysen und Miguel Moren auf. Seit 1992 leitet er Labyrinto, eine Instrumentalgruppe, die sich dem Repertoire für Gambenconsorts widmet. Seine Konzerttätigkeit als Solist und mit Labyrinto führte Pandolfo…

Mehr erfahren Paolo Pandolfo (Basel)